Verein

Die Satzung des SV Bergheim 1937 e.V.

Satzung_SVB

Zur Geschichte des Sportvereins Bergheim/Sieg

1937 riefen Matthias Ludwig, Wilhelm Engels und Heinrich Buschmann, die bisher bei Fortuna Müllekoven gespielt hatten, zur Gründung eines Fußballvereins in Bergheim auf. In der Gastwirtschaft Gaspers kam im Juni der Bergheimer Spielverein, der sich später Sportverein nannte, zustande. Zum 1. Vorsitzenden wurde Matthias Ludwig gewählt. Um den Spielbetrieb kümmerten sich Heinrich Buschmann und Peter Froitzheim. Der Verein erlebte einen guten Start und stieg nach einem Jahr von der B-Klasse (2. Kreisklasse) in die A-Klasse (1.Kreisklasse) auf. 1941 musste der Spielbetrieb eingestellt werden, weil fast die ganze Mannschaft zum Kriegsdienst eingezogen wurde.

Als Peter Froitzheim nach dem Krieg den Vorsitz übernahm, gestaltete sich der Wiederbeginn recht schwierig. Bedingt durch die Kriegstoten, war die Mannschaft sehr geschwächt. Auch hatte der Verein keinen eigenen Sportplatz und war auf den Platz in Müllekoven angewiesen. Der aber musste  zuerst bespielbar gemacht werden. Es mangelte zudem auch an brauchbaren Fußballschuhen und an ausreichender Ernährung. Probleme bereiteten auch die Transportmittel. Fahrräder waren kaum vorhanden, Benzin für Motorfahrzeuge war nicht zu bekommen. Da half die Spedition Boss mit ihrem „Brikettsvergaser“ aus, der von Hein und Josef Boss gefahren wurde. Die Spieler wurden damit auf der offenen Ladefläche transportiert. So fing man wieder in der B-Klasse an und stieg prompt nach einem Jahr wieder auf. Im Saal Gaspers wurde der Aufstieg in die A-Klasse in Anwesenheit der Ehrengäste Dechant Hoven, Mister Collins, britischer Gouverneur in Siegburg und Kreisfußballobmann Demmer gefeiert.

Gegen Ende der 40er Jahre begannen die Bergheimer sporttreibenden Vereine eine Sportanlage in der Niederrung zubauen. Die Gemeinde stellte dazu ein verwildertes Grundstück zur Verfügung, das von einem wüsten Schuttloch in einem Altwasser, der „Möht“, durchzogen wurde. Nach zäher, anstrengender Arbeit konnte der neue Sportplatz am 30. August 1950 durch Kaplan Kalkert eingeweiht werden. Der Verein nahm nun an Mitgliedern und aktiven Spielern stetig zu. Als im Jubiläumsjahr 1962 Hans Mundorf den Vorsitz führte, nahmen bereits acht Mannschaften am Spielgeschehen teil. Fünf Jahre später erhielt der Verein eine neue Fahne. Die feierliche Weihe fand beim 30. Jährigen Jubelfest im Saale Siegburg statt. In diesen Jahren war Hans Mundorf unermüdlich als Vorstandsvorsitzender tätig und fühlte sich für alles zuständig. Nebenbei nahm er auch das Amt des Platzwartes wahr und als kein Jugendleiter zur Verfügung stand kümmerte er sich auch um die Jugendmannschaften mit denen er u.a. auch nach Berlin fuhr. Er führte ferner die Chronik des Vereins, die er bis 2001 fortsetzte. In 32 dicken Ordnern (von Insgesamt ca. 3m) dokumentierte er die Geschichte des Vereins, eine ungewöhnliche Sammlung zur Vereinsgeschichte.

Ihn löste im Vorsitz Peter Wirtz ab, der über Jahrzehnte den Verein  bis zu seinem Tod führte. Unter seiner Amtszeit schaffte Bergheim auch den Sprung in die Landesliga. Das 50jährige Jubelfest wurde vom 23. Oktober ’87 bis zum 27. Oktober gefeiert. Das Jubelspiel fand auf dem hiesigen Sportplatz gegen Viktoria Köln statt. Zum Festkommerz im Saal Gaspers am 24. Oktober trafen die Vereinsmitglieder , die Ehrengäste und Brudervereine ein. Bei dieser Gelegenheit wurden die Fussballer der ersten Stunde und Förderer des Vereins geehrte und zu Ehrenmitgliedern ernannt: Matthias und Wilhelm Ludwig, Hans Mundorf, Jakob Walther und Josef Hausmann. Der schöne Sportplatz in der Siegniederung hatte einen Nachteil: Er fiel wegen der jährlichen Überschwemmungen wochenlang aus. Daher wurde eine neue, moderne und größere Sportanlage nördlich des „Krausackers“ angelegt und am 20. Oktober 1973 eingeweiht. Das Eröffnungsspiel bestritt der SV Bergheim gegen die Sportfreunde Sieglar. Am 5. Mai 1977 wurde das Sportjugendheim in Betrieb genommen, eine wertvolle und notwendige Ergänzung zur Platzanlage. Zuletzt kamen noch die Tennisplätze hinzu, sodass der Verein um eine Tennisabteilung reicher wurde. 1997 wurde sogar der Sprung in die Landesliga geschafft, die aber auf damals aber auf Dauer nicht zuhalten war. Im Jahr 2013 feierte der SV Bergheim sein 75-jähriges Bestehen. Ein Blick auf die Geschichte zurück zeigt die Auf und Abs, die Höhen und Tiefen des Vereingeschehens. Nach zwei Jahren im Abstiegskampf der Bezirksliga möchte man sich nun wieder zurück in ruhigeres Fahrwasser begeben, um sich dann mittelfristig wieder unter dem Topteams etablieren zu können.

 

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